Monatsandachten

Andacht Mai 2026

Wie ein Traum wird es sein …

Apostelgeschichte 2,15-21

Gottes Traum von der Zukunft seiner Menschen.
Wir hören von ihm aus der Bibel
und singen von ihm mit unseren Liedern.
Wir nehmen ihn ins Gebet, 
auf dass er wahr werde –
lieber heute als morgen.

Gottes Traum von der Zukunft seiner Menschen.
Und wir träumen mit.
Denn Träume sind keine Flucht aus der Realität, 
sie sind der Weg dorthin. 

Jesus wusste das
und hat Gottes Traum gelebt.
Wo er das tat, wurde die Schöpfung neu,
wurde es wieder gut wie am Anfang.
Gottes Name wurde geheiligt.
Gottes Reich kam 
und blieb 
und begann zu wachsen.
Gottes Wille geschah,
wie im Himmel, so auf Erden.
Brot genug, Tag für Tag.
Vergebung.
Heilwerden.
Bewahrung.

Gottes Traum von der Zukunft seiner Menschen.
Keine Flucht aus der Realität,
sondern der Weg dorthin.
Jesus geht ihn,
und wir gehen hinterher – 
auch wenn wir manchmal nicht ganz mitkommen.

Ob es das Träumen ist, das uns zu Heiligen macht?
Möglich wäre es. 

Denn wenn Gott seine heilige Geistkraft ausgießt, sagt der Prophet Joel,
dann werden ganz normale Menschen prophetisch reden,
dann werden ganz normale Menschen Visionen schauen,
dann werden ganz normale Menschen von Gott gesandte Träume haben.

Wenn Gott seine heilige Geistkraft ausgießt, sagt der Apostel Petrus,
dann werden ganz normale Menschen 
mit Wort und Tat das Evangelium unter die Leute bringen,
dann werden ganz normale Menschen 
Gottes neue Welt mit Macht kommen sehen,
dann werden ganz normale Menschen 
sich hier und heute auf den Weg machen in diese Realität,
die alle anderen Wirklichkeiten überdauern wird.

Seit Pfingsten ereignet sich das fortwährend.
Die Gemeinschaft der Heiligen wächst hinaus ins Weite.
Die Gemeinschaft der Heiligen sieht weiter und blickt tiefer.
Die Gemeinschaft der Heiligen hat den längeren Atem. 

Traumhaft. 
Realistisch.

Denn das Träumen, das uns zu Heiligen macht,
flüchtet sich nicht in ein fernes Wolkenkuckucksheim.
Sondern das Träumen, das uns zu Heiligen macht,
fragt nach echter Zukunft und echter Hoffnung;
es fragt nach Rettung.
Weil Gottes Träumer, Visionäre und Propheten 
sehr klar sehen, wie es um die Welt bestellt ist.

Joel sagt es, und Petrus zitiert ihn:
Die Welt steht am Abgrund,
und nur ein Lügenbaron wird noch behaupten, 
man könne sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen.
Apokalypse jetzt, oder jedenfalls bald.
Joel sagt es, und Petrus zitiert ihn: 

Aber auch dies sagt Joel, und Petrus zitiert ihn: 
Jeder, der dann den Namen des Herrn anruft, 
wird gerettet werden. 
Jeder, der durch Glauben und Taufe 
zu Christus gehört und zu seiner Gemeinde,
wird gerettet werden.
Jeder, der sich hier und heute träumend auf den Weg macht 
in die Realität der neuen Welt Gottes,
wird gerettet werden.

Wo das Träumen uns zu Heiligen macht,
wird die Schöpfung neu;
wird es wieder gut wie am Anfang.
Gottes Reich kommt
und bleibt
und wächst.
Gottes Wille geschieht,
wie im Himmel, so auf Erden.
Brot genug, Tag für Tag. 
Vergebung.
Heilwerden. 
Bewahrung.

Bis die Erlösung kommt, auf die wir warten. 
Unser Träumen auf den Spuren Jesu ist der Weg dorthin.


Gebet

Wenn ich die Welt nicht verstehe, 
dann lass mich schon jetzt den Himmel ahnen. 
Gib mir Träume und Visionen, 
Augen, die Deine Wunder sehen,
Ohren, die Deine Verheißung hören, 
ein Herz, das Dir vertraut – 
bis Du alles vollendest in Herrlichkeit.

Vater unser im Himmel …

 
Liedvorschläge

Halleluja – Suchet zuerst Gottes Reich (EG 182)
Wie ein Traum wird es sein (Das Liederbuch. Lieder zwischen Himmel und Erde 225) 
 

Ortrun Hillebrand
(in: Evangelische Frauen im Rheinland (Hrsg.), Andachten 2026. Träume leben. 24 Andachten durch das Kirchenjahr)

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