Newsletter Oktober 2026
Neues von den Evangelischen Frauen im Rheinland und ihren diakonischen Einrichtungen
|
|
|
|
Vom Sinn und Deuten der Träume
Andacht von Dagmar Gruß (in: Evangelische Frauen im Rheinland (Hrsg.), Träume leben. Andachten 2026. 24 Andachten durch das Kirchenjahr)
Nebukadnezar: „Mein Befehl erging, alle Weisen Babels vor mich zu bringen, damit sie mir die Deutung des Traums sagten.“ (Daniel 4,3) „Wer nach außen schaut, träumt; wer nach innen schaut, wacht auf“. (C. G. Jung)
Träume sind ein besonderer Weg, uns selbst auf die Spur zu kommen. In Traumwelten ist alles möglich, schwerelos und wandelbar können wir uns in jeder nur denkbaren Situation wiederfinden. Träume sind schwer zu fassen, nicht zuletzt, weil die Erinnerung an sie uns oft nur wenige Momente nach dem Aufwachen zur Verfügung steht und über den Tag rapide verblasst.
Biblische Träume sind immer als solche Hinweise des Höchsten verstanden, die einem Menschen weiterhelfen wollen, wenn sie denn in ihrem prophetischen Wesen begriffen werden. Die Nachtseite unseres Bewusstseins ragt in unser Tagleben, zuweilen, so darf man annehmen, auch mit lenkender Kraft.
Der Traum hat eine ausbalancierende Funktion, meint C. G. Jung. Wo das Pendel im realen Leben zu sehr nach der einen Seite ausschlägt, setzt das Unbewusste beim Gegenpol ein. Der moralisch Unanfechtbare kann durchaus unmoralische Träume haben. Es ist charakteristisch, wenn der heilige Augustin froh war, für seine Träume nicht verantwortlich zu sein. Um zu einem realistischen Selbstbild zu kommen und handlungsfähig zu bleiben, brauchen wir dieses Ausbalancieren von Bewusstem und Unbewusstem, von Verstand und Gefühl, ja auch von wissenschaftlicher Analyse und Intuition, von Hingabe und Selbstsorge.
Es ist spannend, die eigenen Träume im Blick auf diese Traumfunktion zu betrachten. Ein Traumtagebuch hilft, in die vage Welt des Unbewussten etwas tiefer einzudringen und vielleicht sogar Botschaften wahrzunehmen, die im Bereich des Bewusstseins Bedeutung bekommen. Das Reich der Träume ist ein weiter Erfahrungsraum, dem wir uns öffnen können.
Wer bin ich? Wer könnte ich sein? Was steht für mich an? Im Traum kann ich mich zu Antworten führen lassen.
Lesen Sie hier die gesamte Andacht
|
|
Hoffnung
Andachten durch das Jahr 2026/2027
Die Andachten durch das Kirchenjahr 2026/2027 laden zu einem hoffnungsvollen Ausblick auf das nächste Kirchenjahr ein.
„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ Diese Worte von Václav Havel stellen eine radikale und zugleich befreiende Deutung von Hoffnung dar. Sie widersprechen einer weit verbreiteten Vorstellung, dass Hoffnung dasselbe sei wie Optimismus. Havel definiert Hoffnung vielmehr als eine innere Haltung, die einen tieferen Sinn hat.
In einer Zeit von schlechten Nachrichten und Katastrophenmeldungen, von Krisen, Kriegen und Unsicherheit fragen wir danach: Worauf können wir eigentlich noch hoffen? Auf eine bessere Zukunft, auf Frieden, auf eine gerechtere Welt, in der es keine soziale Ungleichheit gibt und Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe beurteilt werden …
Die 24 Andachten erzählen unterschiedliche Hoffnungs-Geschichten und laden Sie – sowie die Frauen(hilfe)-Gruppen in den Gemeinden – dazu ein, voll Zuversicht und Hoffnung durch das Kirchenjahr zu gehen.
Weitere Informationen & Bestellung
|
|
Türen öffnen im Advent
Gottesdienst zum 1. Advent 2026
In diesem Jahr geht es um das Thema „Türen öffnen im Advent". Advent bedeutet Ankunft. Ankunft hat etwas mit Türen zu tun. Denn Ankommen kann ich nur, wenn mir jemand eine Tür öffnet oder ich selbst eine Tür öffne. Welche Tür haben Sie zuletzt geöffnet? Wem haben Sie eine Tür geöffnet?
Ohne Türen wäre unser Alltag undenkbar. Denken Sie an verschiedene Türen in Ihrer Gemeinde, in Ihrem Ort, in Ihrer Region. Welche Erlebnisse verbinden Sie mit diesen Türen? Hat die eine oder andere Tür eine besondere Bedeutung für Sie?
„Macht hoch die Tür“: Dieses über 400 Jahre alte Lied des Königsberger Pfarrers Georg Weissel stimmt uns musikalisch auf den Gottesdienst und unser Thema ein. Im Lied geht es sowohl um reale Türen und Tore als auch um unseres Herzens Tür, die wir sämtlich für Gott, Jesus Christus und die Heilige Geistkraft öffnen sollen.
Der Gottesdienst steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Bei den regionalen Studientagen erhalten Sie Ideen zur Umsetzung des Gottesdienstes und für die Gestaltung von Adventsfeiern.
Termine der regionalen Studientage
|
|
|
|
20 Jahre Bibel in gerechter Sprache
Drei Veranstaltungen eröffnen neue Perspektiven
Die „Bibel in gerechter Sprache“ hat Geburtstag. Vor 20 Jahren, am Reformationstag 2006, wurde sie der Öffentlichkeit vorgestellt und veröffentlicht. Sie ist in mehrfacher Hinsicht „gerecht“: Sie versucht, dem Ursprungstext „gerecht“ zu werden und macht vor allem Frauen in den biblischen Geschichten sichtbar. Diese Bibelübersetzung verwendet vielfältige Gottesnamen und sie geht neue Wege im christlich-jüdischen Dialog.
Das Jubiläum wird mit drei Veranstaltungen gefeiert, die unterschiedliche Zugänge eröffnen:
Beim Jubiläumsfest „Diverse Debatten“ am 25. Oktober 2026 in Frankfurt geht es um die Impulse der Bibel in gerechter Sprache für eine vielfältige Theologie heute. Unser Schwesterverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau lädt mit verschiedenen Kooperationspartner*innen alle ein, die sich freuen an Diversität: in Konfession & Religion, in Alter & Geschlecht, in Körper-Farben & Körper-Formen und in Musik.
Ein Online-Vortrag mit der Neutestamentlerin Professor Dr. Silke Petersen am 19. November 2026 nimmt Maria Magdalena und ihre unterschiedlichen Deutungen in Text und Tradition in den Blick. Eine Veranstaltung der Evangelischen Frauen im Rheinland in Kooperation mit dem Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau sowie der Stabsstelle Vielfalt und Gender der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Ergänzend zur Online-Veranstaltung „Maria Magdalena zwischen Text und Tradition – 20 Jahre Bibel in gerechter Sprache“ laden die Evangelischen Frauen im Rheinland in Kooperation mit dem Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau am 28. November 2026 zu einer exklusiven Gruppenführung durch die Sonderausstellung „Maria Magdalena: Sin. Pray. Love.“ im Frankfurter Städel Museum ein. Sie führt mitten hinein in die jahrhundertelange Bild- und Rezeptionsgeschichte dieser außergewöhnlichen biblischen Frau.
Weitere Informationen zu den Jubiläums-Veranstaltungen
|
|
Ausstellungsführung „Maria Magdalena: Sin. Pray. Love.“
Termin: 28.11.2026, 14:00–16:30 Uhr Städel Museum Frankfurt Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main Kosten: 32 € Leitung: Andrea Effelsberg
Das Frankfurter Städel Museum präsentiert erstmals eine umfassende Ausstellung zur außergewöhnlichen Figur der Maria Magdalena. In Kooperation mit dem Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau laden wir alle Interessierten zu einer exklusiven Gruppenführung durch diese Sonderausstellung ein. Sie zeichnet nach, wie sich Maria Magdalenas Bild im Laufe der Jahrhunderte wandelte – von der Apostelin und treuen Anhängerin Jesu zur Sünderin und asketischen Büßerin, über die ekstatische Heilige bis hin zur modernen, selbstbestimmten Frau als Identifikationsfigur.
Weitere Informationen & Anmeldung
|
|
Bustransfer nach Frankfurt zur Ausstellungsführung
Termin: 28.11.2026, 11:15 Uhr (Hinfahrt), 16:45 Uhr (Rückfahrt) Haus der Frauenhilfe Ellesdorfer Straße 54, 53179 Bonn Kosten: bei 4 Mitfahrenden = 30 € p. P., bei 6 Mitfahrenden = 25 € p. P., bei 8 Mitfahrenden = 20 € p. P. Leitung: Andrea Effelsberg
Wenn Sie an der Ausstellungsführung „Maria Magdalena: Sin. Pray. Love.“ im Frankfurter Städel Museum teilnehmen möchten und in Bonn oder Umgebung wohnen, bieten wir Ihnen den Transfer in einem Kleinbus an. Es können bis zu acht Personen mitfahren.
Treffpunkt zur Abfahrt ist der Parkplatz der Tagesbetreuung Drachenfelsblick, Ellesdorfer Straße 54, 53179 Bonn (Bad Godesberg-Lannesdorf).
Weitere Informationen & Anmeldung
|
|
|
|
Material zum Weltgebetstag 2027 erhältlich
„Für Gerechtigkeit und Frieden – 100 Jahre Weltgebetstag“
Am 5. März 2027 feiern wir 100 Jahre Weltgebetstag. Bereiten Sie sich auf den Jubiläums-Gottesdienst mit vielfältigen und bunten Materialien vor, die Sie beim chrismonshop bestellen können. Diese untersützen Sie dabei, das Jubiläum in der Gemeinde, in den Gruppen und zu Hause lebendig zu gestalten. Ganz neu: Das Rezeptbuch „Über den Tellerrand“ mit ca. 25 Rezepten vergangener Weltgebetstage aus den sieben Weltregionen des Weltgebetstags und kurze Informationen zum Motto des jeweiligen Weltgebetstags.
Selbstverständlich gibt es auch die bekannten Materialien: Arbeitshilfe mit Ideen für den Gottesdienst, die Gottesdienst-Ordnung (auch in Leichter Sprache), Bausteine für den Kindergottesdienst, Musikideen und Arrangements, …
Das umfangreiche „Magazin zum Weltgebetstag“ mit Hintergründen, Texten und Meditationen unterstützt Sie bei der Vorbereitung.
Besonders ist zum Jubiläumsjahr auch die Landkarte: Die flächentreue, gesüdete Weltkarte zeigt die sieben Regionen des Weltgebetstags sowie die Projektarbeit des deutschen Komitees.
Weitere Informationen & Bestellung
|
|
Selbstbehauptung & Selbstverteidigung für Mutter-Tochter-Paare*
Termin: 07.11.2026, 13:00–18:00 Uhr Haus der Frauenhilfe Ellesdorfer Str. 52, 53179 Bonn Kosten: 90 € (pro Paar) Leitung: Jörg Triemer
Verbale Belästigungen, körperliche Übergriffe oder gar Gewalt gegen Mädchen und Frauen aller Altersklassen gehören leider unverändert zur Lebenswirklichkeit.
Ziel dieses speziellen Mutter-Tochter-Workshops ist es, beide Generationen gemeinsam für dieses Thema zu gewinnen, um künftig besser auf solche Szenarien vorbereitet zu sein. Altersbedingt unterschiedliche Erfahrungen werden aufbereitet, Mutter und Tochter können sich während des Workshops gegenseitig und insbesondere danach unterstützen.
*Auch für andere Frauen-Mädchen-Paare, z. B. Patentante und Patentochter oder Großmutter und Enkelin.
Weitere Informationen & Anmeldung
|
|
Gedächtnistraining – spielerisch denken, leichter merken
Termin: 05.11.-17.12.2026, donnerstags 15:00-16:30 Uhr Haus der Frauenhilfe Ellesdorfer Str. 52, 53179 Bonn Kosten: 49 € Leitung: Tanja Mahdavi
In diesem abwechslungsreichen Kurs trainieren Sie auf unterhaltsame Weise Ihr Gedächtnis, Ihre Konzentration und Ihre geistige Beweglichkeit. Vielseitige Übungen, Rätsel, Wortspiele, Zahlenaufgaben und Aufgaben zur Wahrnehmung und Fantasie sowie leichte Bewegungsaufgaben regen unterschiedliche Denkbereiche an und bringen die grauen Zellen in Schwung.
Dabei geht es nicht um Leistung oder Wettbewerb, sondern um Freude am Denken und gemeinsames Ausprobieren. Die Übungen sind alltagsnah gestaltet und können helfen, sich Namen, Zahlen, Begriffe oder kleine Informationen leichter zu merken.
Weitere Informationen & Anmeldung
|
|
|
|
Das ICH im Wandel zur Ganzheit: spirituelle Biografie ein Weg zum ICH im WIR
Einführung in die spirituelle Biografie
In der spirituellen Biografie suchen wir den Weg, gesäumt durch Erfahrungen, Krisen, Wendepunkte durch unser gelebtes Leben. Wir erkennen unsere Ganzheit und bringen sie ein in die Welt. Wir sind nicht allein auf der Suche. Es ist spannend und bereichernd, nach spirituellen Quellen zu schauen, die uns Wegführung sein können.
Ein Beispiel finden wir in dem fiktiven Gespräch zwischen Theresa von Ávila (1515-1582) und Ignatius von Loyola (1491-1556). In diesem Gespräch wird die Bedeutung der Herkunft für die spirituelle Biografie von Frauen und Männern hervorgehoben.
Auf der Suche nach der eigenen Spiritualität ist es wichtig, die eigene Lebensgeschichte ernst zu nehmen. Wir hören von Erfahrungen, von Hindernissen, von inneren Kämpfen Suchender auf ihrem spirituellen Weg, und finden dort eventuell Antworten auf unsere Lebensfragen.
Der kostenfreie Online-Vortrag am 12. November 2026 gibt Anregungen und will Mut machen, dem eigenen spirituellen Weg zu folgen.
Eine Vertiefung kann im kostenpflichtigen Präsenz-Workshop am 21. November 2026 erfolgen.
Weitere Informationen & Anmeldung
|
|
|
5.000 Helfende für Kirchentag 2027 in Düsseldorf gesucht
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Der Deutsche Evangelische Kirchentag sucht 5.000 ehrenamtlich Helfende für seine Veranstaltung in Düsseldorf. Seit Donnerstag, 15. Oktober, können sich Einzelpersonen und Gruppen für einen Einsatz anmelden. Vom 5. bis 9. Mai 2027 werden rund 100.000 Menschen erwartet, die fünf Tage lang Glauben, Kultur, Musik und gesellschaftliche Debatten erleben.
„Die vielen ehrenamtlich Helfenden prägen den Kirchentag entscheidend. Ohne sie wäre ein Kirchentag nicht durchzuführen. Mit ihrer Zeit, ihren Fähigkeiten und ihren Ideen tragen sie dazu bei, dass sich die Gäste willkommen fühlen und Düsseldorf für fünf Tage zu einem Ort der Begegnung wird. Wer sich engagiert, erlebt, wie aus vielen einzelnen Beiträgen etwas Gemeinsames entsteht. Ich freue mich über alle, die Teil der Helfendengemeinschaft werden möchten und sich 2027 in Düsseldorf engagieren“, sagt Kirchentagspräsident Torsten Zugehör.
Die Einsätze dauern in der Regel sechs bis acht Stunden pro Tag. Einzelhelfende müssen mindestens 18 Jahre alt sein, in Gruppen ist eine Teilnahme (mit volljähriger Betreuungsperson) bereits ab 16 Jahren möglich. In ihrer einsatzfreien Zeit können die Helfenden kostenlos an den Veranstaltungen des Kirchentages teilnehmen. Während ihrer Einsätze erhalten sie Verpflegung und ein Helfenden-T-Shirt. Auswärtige Helfende werden kostenfrei in einem Gemeinschaftsquartier untergebracht. Für ihre Aufgaben werden die Helfenden gezielt geschult und erhalten einen Nachweis über ihr Engagement. Während des Kirchentages gibt es außerdem spezielle Angebote und Austauschmöglichkeiten für sie.
Weitere Informationen & Anmeldung
|
|
|
|
Bildquellen: Traumfänger: © Hans/Pixabay Andachten 2027: © Evangelische Frauen im Rheinland e. V. Kirchentür: © Felicity Kate 11/Pixabay Bibel in gerechter Sprache: © Evangelische Frauen im Rheinland e. V. Maria Magdalena: Nieves Gonzales, La sfida, 2025 © Nieves Gonzales; Leihgabe aus Privatbesitz Frankfurt am Main: © Andrea Effelsberg Weltgebetstags-Materialien: © Evangelische Frauen im Rheinland e. V. Mutter-Tochter-Workshop: © JackF von Getty Images/Canva Gedächtnistraining: © Jean Paul Wettstein/Pexels Spirituelle Biografie: © rechts und links: commons.wikimedia.org; Mitte: Fotografierende/Pixabay Kirchentag 2027: © 40. Deutscher Evangelischer Kirchentag Düsseldorf 2027 e. V.
|
|
|
|
|
|